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Borreliose/FSME: Patientenorganisationen ergänzen ärztliche Betreuung

23. Apr. 2010
In Deutschland erkranken jedes Jahr zehntausende Menschen an einer von Zecken übertragenen Infektion. Viele von ihnen suchen Rat bei Patientenorganisationen wie dem Borreliose und FSME Bund Deutschland.
Zecke auf einem Grashalm

Hier haben Betroffene die Gelegenheit, ihre Erfahrungen zu teilen und Informationen, Ratschläge und Adressen auszutauschen.
Neben der FSME, also der Frühsommer-Meningoenzephalitis, ist die Borreliose die bedeutendste von Zecken übertragene Infektion. Anders als bei der FSME gibt es in Europa keine wirksame und verträgliche Schutzimpfung. Allerdings kann die Erkrankung, soweit sie frühzeitig erkannt wird, gut mit Antibiotika behandelt werden.

Warnzeichen beachten

Das wichtigste Warnsymptom für eine  Borreliose-Infektion ist das Erythema migrans, auch Wanderröte genannt. Hierbei handelt es sich um eine ringförmige Rötung, die sich nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle bemerkbar macht – in manchen Fällen erst nach bis zu fünf Wochen. Für den Arzt ist die Wanderröte ein sicheres Zeichen für eine Borreliose. In diesem Fall wird die Antibiotika-Behandlung auch dann eingeleitet, wenn der ohnehin schwierige Labornachweis der verantwortlichen Bakterien nicht gelingt.
Probleme entstehen in der Regel erst, wenn eine Borreliose nicht rechtzeitig erkannt wird. Dies passiert beispielsweise, wenn die Wanderröte nicht entdeckt wird oder gar nicht erst auftritt – letzteres kommt bei circa 10 Prozent der Betroffenen vor. Eine unbehandelte
Borreliose kann chronisch werden und viele unterschiedliche Symptome – wie Gelenkbeschwerden oder neurologische Störungen – hervorrufen. Sowohl die Behandlung als auch die Diagnose ist in solchen Fällen schwierig.

Patientenorganisationen können helfen

Gerade in dieser Situation fühlen sich viele Betroffene allein gelassen und suchen Rat bei Patientenorganisationen wie dem Borreliose und FSME Bund. Sowohl die FSME als auch die Borreliose können in schlimmen Fällen äußerst langwierig verlaufen und zahlreiche Spätfolgen aufweisen. Eine zu spät entdeckte Borreliose kann zum Beispiel chronisch verlaufen und ist dann auch nach der ärztlichen Therapie nicht immer ausgestanden. Aus diesem Grund ist der Austausch mit anderen Betroffenen besonders wichtig.
Adressen von Spezialisten, Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden, Tipps zum Umgang mit der Krankheit, seelische Unterstützung: All das sind Dinge, die ein einzelner behandelnder Arzt seinen Patienten kaum bieten kann. Der Kontakt zu einer Patientenorganisation ist deshalb für viele Betroffene eine sinnvolle Ergänzung. Auch wenn es darum geht, die eigenen Erfahrungen mit Menschen zu teilen, die Ähnliches erlebt haben.

Nähere Informationen auf der Seite des Borreliose und FSME Bund Deutschland www.bfbd.de

Bild: www.zecken.de

zecken

Hallo,

da ist echt was dran, hab selber scheinbar bis heute Glück gehabt. Früher hat man auf so was gar nicht geachtet. Erst als vor ca. 15 jahren mein Hund krank wurde und ich gesehen habe, wie schlecht es Ihm ging, wurde ich mir der Gefahr bewußt.
Also immer aufpassen und sich abends "begutachten" lassen

Grüße
Rainer