
Das Gerät, der bite away, wurde zur äußerlichen Behandlung von Insektenstichen, z.B. von Mücken, Wespen, Hornissen und Bremsen entwickelt, kann aber auch bei Kontakt mit Meerestieren wie Nesselquallen oder Petermännchen angewendet werden. Er wird als Stift- oder Kompaktform („Cobra“ oder „Maus“) angeboten und passt problemlos in Hand- oder Hosentasche. Wird der bite away sofort nach dem Stich angewendet, so das Versprechen des Herstellers, verhindert bzw. mindert er den entstehenden Juckreiz, die Schmerzen und das Anschwellen der Körperpartie deutlich. Aber auch Stunden später eingesetzt hilft der "Stichheiler" noch - der Juckreiz verschwindet und eine entstandene Schwellung bildet sich schneller zurück.
Das Wirkprinzip: Durch die konzentrierte Hitze, die der bite away entwickelt, wird zum einen das Gift von Wespe, Mücke & Co. zersetzt, zum anderen die Ausschüttung von Histamin unterbunden, das seinerseits für die allergische Reaktion verantwortlich ist (Allergiker sollten ihre Notfallmedikamente aber trotzdem griffbereit halten).
Nach regennassen Wochen die erste längere Radtour. Alles wunderbar, bis ein nicht näher zu identifizierendes Insekt mit meiner Hand am Lenker kollidiert und ob des Schocks den Stachel ausfährt. Zum Glück erwischt mich letzterer nur peripher, weh tut’s trotzdem. Und schwillt leicht an. Natürlich habe ich das Testgerät NICHT dabei, das liegt daheim auf dem Schreibtisch und harrt dort seines ersten Einsatzes. Mir bleibt nichts übrig, als nach Hause zu radeln.
Mit einer guten Stunde Verspätung schreite ich zur Tat. Das Gerät wurde mit zwei AA-Batterien geliefert, die sind rasch eingelegt, der bite away einsatzbereit. An dessen Spitze befindet sich eine vergoldete Kontaktfläche, die auf die Einstichstelle platziert werden muss und die Haut wahlweise 3 oder 6 Sekunden auf ca. 50°C erhitzt. Vorsichtshalber starte ich mit 3 Sekunden Behandlungsdauer, halte den bite away an meinen lädierten, immer noch schmerzenden Finger und drücke die linke Zeitwahltaste. Das Gerät piept, die grüne Kontrolllampe leuchtet, dann wird’s heiß – und richtig unangenehm. Wenigstens dauert es nicht allzu lange. Ich setze die Kontaktfläche direkt daneben noch einmal an, um die ganze Quaddel zu erwischen. Immer noch schmerzhaft. Zwanzig Minuten später dann die Überraschung: Die Stelle um den Stich herum tut kaum noch weh. Von der Schwellung ist auch fast nichts mehr zu sehen. Der „Brenner“ bekommt künftig einen festen Platz in meinem Rucksack.
Ja, die Behandlung mit dem bite away ist schmerzhaft. Aber das sind Wespen-etc.-Stiche auch. Und 3 bzw. 6 Sekunden kann man schon mal auf die Zähne beißen, wenn’s einem hinterher deutlich besser geht. Den Einsatz bei juckenden Stichen konnten wir mangels beißwilliger Moskitos nicht testen, sollte aber ebenso gut funktionieren (und dürfte sogar weniger unangenehm sein, da die Stiche selbst ja nicht weh tun). Die unkomplizierte Anwendung und die kompakte Größe machen den „Stichheiler“ zu einem praktischen und hilfreichen Begleiter für Badeausflüge, Wanderungen, Rad- oder Bootstouren. Empfehlenswert! Das finden übrigens auch das DRK und die DLRG-Rettungsschwimmer, die den bite away seit längerem einsetzen.
Der bite away kostet 24,95 EURO und kann in jeder Apotheke oder direkt unter www.stichheiler.de gekauft werden.
nach dem Stich
rainer59 - 11. Juni 2010 - 12:29Hallo,
hier scheint es ja Leute zu geben, die einfach mal was ausprobieren und echt testen. Hab das mal gekauft und bei meiner Frau ausprobiert, die leidet immer gräßlich unter Stichen. Ihr hats echt geholfen, mir - so sind sie halt die Männer - hats tierisch weh getan und da ich eh wenig Probleme mit Stichen habe, hab ich jetzt Angst davor und werde es nicht mehr benutzen :-).
Grüße
Rainer