
In letzter Zeit musste ich leider häufiger in der Apotheke einkaufen als sonst. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Preise für nicht verschreibungspflichtige Medikamente stark variieren. Ich bin drauf gekommen, weil mir mein Frauenarzt ein bestimmtes Präparat aufgeschrieben hat und dazu gesagt hat, dass ich das selbst bezahlen müsste und dass ich in der Apotheke nach einer billigeren Salbe mit den gleichen Wirkstoffen fragen solle. Und siehe da - sowas gab es. Das gleiche Produkt, von einer anderen Firma, nur preisgünstiger.
Dadurch angestachelt hab ich im Internet weiter geforscht und bin dabei auf folgende Seite gestoßen:
http://www.apomio.de
ein Apotheken Portal bei dem man das gesuchte Medikament eingibt und sofort einen Preisvergleich angezeigt bekommt. Dabei kann man sehen, das auch ein und dasselbe Medikament schon zu ganz unterschiedlichen Preisen verkauft wird. Und wenn man dann noch die verschiedenen Produkte untereinander vergleicht kann man wirklich richtig gut Geld sparen.





Kosten für Arzneimittel
Hallo fourtyfive,
ein neues Mitglied, das schreibt - was für eine Freude :-)) Hab mir Deinen Internettipp angeschaut, ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die Preise teilweise sind. Wenn ich regelmäßig was brauchen würde, könnte ich mir schon vorstellen, dass ich das online bestelle. Bislang hat sich das für mich zum Glück noch nicht gelohnt. Gut fand ich die Rubrik Bewertungen bei den einzelnen Medikamenten. Natürlich muss die Erfahrung des einen nicht für den anderen gelten, aber oft kann man so ja schon eine grobe Tendenz ablesen. Falls es Dich interessiert, das Thema hatten wir so ähnlich auch schon mal im Forum:
http://www.tengo-online.de/?q=content/erfahrung-mit-versandapotheken
lg Paula
PS.: Falls Du Lust hast, schau doch mal im Café Bubble vorbei, freuen uns immer über ein paar Leute zum Quatschen :-)
Kosten Arzneimittel
Hallo,
es ist schon merkwürdig, dass jeder einerseits sehr wohl weiß, dass Arzneimittelfirmen ganz nahe beim eigenen Profit "gebaut" sind und andererseits scheinbar doch der Placeboefekt - es muss nämlich schon das richtige "Etikett" sein- funktioniert.
Auf jeden Fall sollte man gerade bei Arzneimitteln auf den Preis achten und dazu gehört es entweder bei der Apotheke oder eben im Internet nachzufragen - dass hat bei den Gewinnspannen dieser Industrie überhaupt nichts mit Geiz ist Geil zu tun.
Grüße
Rainer
Rainer
Kosten für Arzneimittel
Hallo, fourty-five, dies ist doch schon lange bekannt. Ich mache das schon lange. ich habe auch eine gute Internet-Apotheke.
Das kommt jetzt aber nicht über die online-Apotheke.
Nur, was mir nicht gefällt: letztens habe ich vom Arzt ein bestimmtes Mittel verschrieben gekriegt, der Apotheker mußte mir dann aber ein anderes Mittel geben mit der Erklärung: "Dies Mittel hat die gleichen Inhaltsstoffe. Die Krankenkasse bezahlt Ihr anderes Mittel nicht." Bei mir wirkt es aber nicht so wie mein altes Mittel. Ich merke einen deutlichen Unterschied. Also, muß ich beim Arzt aufpassen, dass er mir wieder mein altes gutes Mittel aufschreibt oder das Kreuzchen an der richtigen Stelle macht auf dem Rezept.
Nur so eine Anmerkung! Grüße an fourty-five und gute Gesundheit! Cecily
Apothekenpreise/Pharmaindustrie
Hallo Ihr lieben,
auch wenn dieses Thema vor längerer Zeit angesprochen wurde, möchte ich etwas dazu sagen. Ich handhabe es immer so, dass ich mir im Internet die Preise ansehe. Dann gehe ich in meine Apotheke und erkundige mich nach deren Preis für das benötigte Mittel. Mit der Bemerkung im Internet sei das Mittel aber wesentlich günstiger kommen wir ins Verhandeln und siehe da, in 90% der Fälle konnte ich den Preis für das notwendige Medikament herunterhandeln. Den Rest bestelle ich im Internet.
Nur in Deutschland kann es sich die Pharmaindustrie leisten ihre Medikamente so teuer anzubieten. Das günstigste verschreibungspflichtige Präparat, welches auf dem europäischen Markt nur einen Bruchteil kostet, wird hier für wenigstens 5,- Euro Zuzahlung verkauft. Wohlgemerkt auch wenn es lediglich 1,50 Euro kostet. Das ist in meinen Augen staatlich protektionierter Raub. Der Zwang zur Krankenversicherung für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe und die dazugehörigen Preisabsprachen nicht nur mit der Pharmaindustrie machen dieses Geschäft lukrativ. Für die Arbeitnehmer/-innen bleibt lediglich die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge.
Auch das Argument der sogenannten Forschungskosten zieht nicht. Viele Medikamentenstudien werden in Ländern durchgeführt, die nicht die rechtlichen Bestimmungen, vor allem in der Haftung bei Schäden, haben wie wir in Europa. Es wird suggeriert, dass die Forschung die Medikamente so teuer macht aber in Wirklichkeit sind die Kosten sehr viel geringer. Nahezu der größte Teil der Kosten für ein Medikament geht ins Marketing. "Was könnte man noch so an den Mann an die Frau bringen. Wieviel würde die potenzielle Zielgruppe dafür bezahlen und welche Werbung muss ich einsetzten um das Produkt auf dem Markt zu platzieren." Also Marktanalyse und Preisfestsetzung. Das alles zahlen wir mit. Neben den zahlreichen schon vorhandenen Produkten für eine Erkrankung, werden Medikamente, deren Patente auslaufen als Scheininnovationen wiederbelebt und unterliegen wieder dem Patentschutz. Das ist zwar verboten aber die staatliche Kontrolle funktioniert hier in Deutschland nicht so gut. Diejenigen welche sich für eine transparente Preispolitik von Medikamenten einsetzen und ihre Funktion als Kontrolleure ernst nehmen werden schneller ihres Amtes enthoben als sie hineingekommen sind. Grade passiert. Wird in der Presse nicht ganz so publiziert wie es eigentlich nötig wäre. Die Pharmalobby weiss wie es geht. Diese Handlungsweise führt dazu, dass wesentlich preisgünstigere Generika weltweit nicht hergestellt werden dürfen und in Ländern mit großer Armut sterben die Menschen, weil sie sich die teuren Präparate nicht leisten können, einfach weg. Das muss man sich mal auf der Zuge zergehen lassen, als Forschungsobjekte sind diese Mensche willkommen um ihnen nach der Entwicklung und Zulassung des Medikamentes den Zugang dazu zu verweigern. Die Pharmaindustrie triumphiert. Mit Rösler als Gesundheitsminister und Merkel als Kanzlerin haben sie freie Bahn. Die Pharmaindustrie führt Prozesse mit Ländern sie sich dieser Praxis widersetzen und nehmen damit einem großen Teil der Weltbevölkerung die Möglichkeit therapiert zu werden. Die Kosten tragen wir mit unsern Krankenkassenbeiträgen.
Nun geht es den Reimporten an den Kragen. Reimporte sind Medikamente, welche in Deutschland hergestellt und ins europäische Ausland exporiert werden und kommen dort für einen wesentlich geringeren Preis auf den Markt. Das selbe Medikament, hier hergestellt, hier verpackt und hier für einen Preis von wenigstens 5,-Euro kostet außerhalb Deutschlands, iinnerhalb Europas manchmal nur 1/8 bis 1/4. Diese patentgeschützten Markenmedikamente werden aus dem europäischen Ausland zurück geholt, mit einer in deutscher Sprache bedruckten Verpackung versehen und sind, auch wenn sie eine weite Reise hinter sich haben immer noch billiger als die selben, hier direkt in den Handel gegebenen Medikamente. Ein Phänomen. Darüber konnten die Krankenkassen eine große Summe an Arzneimittelkosten einsparen und es schaffte auch noch Arbeitsplätze. Aber auch damit soll nun Schluß sein, die Pharmaindustrie möchte auch das verbieten lassen. Und als ob das nicht genug wäre wird über die Verpackungsgröße die nächste Möglichkeit der Kosteneinsparung genommen. Markenmedikamente, welche nicht mehr im Patent sind können ohne weiteres durch gleichwertige aber wesentlich günstigere Generika ersetzt werden. Wenn, ja wenn sie in der gleiche Packungsgröße angeboten werden. Die Pharmaindustrie verändert nun die Anzahl oder ml des in der Packung vorhandenen Medikaments. Statt 100Tabl. von diesem Präparat sind nur noch 98 Tabl. drin. Die Ärzte haben aber nur ein Kürzel für die Packungsgrößen: N1, N2 usw. Sie blicken in dem Dschungel nicht durch. Steht also ein kostengünstigeres Generikum N2 (100Tabl.) für ein Markenmedikament N2 (98 Tabl.) zur Verfügung, darf es nicht mehr ersetzt werden, denn die Verpackungsgröße stimmt nicht mehr überein. Kleine Tricks erhöhen den Profit und die Krankenversicherungsbeiträge. Leidtragende sind die Arbeitnehmer/innen, Renner/-innen und Menschen deren Kinder studieren. Das ist einfach ein Skandal. Der Teil der Bevölkerung der ob seiner Einkünfte einen großen Teil zum Solidarpakt beitragen könnte, überschreitet die Beitragsbemessungsgrenze und klinkt sich aus dem Solidarsystem aus. Die Bosse der Pharmaindustrie zahlen sicher keine Krankenkassenbeiträge in die normale KV.
Die Frage mit der Wirkung von Generika: "oft ist der Name auch Programm". Mir fehlt einfach der wissenschaftliche Beweis darüber, dass Generika eine andere Wirkung haben sollen als die Markenpräparate. Vor allem weil der Wirkstoff gleich ist. Ich verlange mit Vergnügen immer in der Apotheke ein Generikum um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Denn auch die Apotheker/-innen nehmen sich ihren Teil vom Krankenversicherungskuchen. Auch im Ausland stehen vorwiegend Generika aus Indien oder anderen Ländern zur Verfügung und ich muss sagen, dass ich damit immer gut klar gekommen bin, bei einem Bruchteil des Preises für ein Markenpräparat. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass die Wirkung besser war, aber auch das ist wohl subjektiv. Allerdings kann ich sagen, dass ich mir Malariamedikamente oder Medikamente für andere Tropenkrankheiten nur noch im jeweiligen Reiseland kaufen würde. Sie sind auf die dortigen Verhältnisse abgestimmt, wesentlich billiger und in ihrer Zusammensetzung wirksamer bei weniger Nebenwirkungen.
Ich könnte noch vielmehr über die unsinnigen Praktiken der hiesigen Gesundheitsindustrie schreiben. Über die unsäglich teuern und sinnlosen Skreenings mit ihren himmelhohen Folgekosten, über sinnlose Untersuchungsangebote. Die Liste ist lang und dann über die ständigen Einsparungen in der Krankenpflege, die Arbeitsbelastungen, denen Krankepflegepersonal ausgesetzt ist bei einem geringen Lohn und absolut hohen fachlichen und körperlichen Anforderungen. Über den Pflegenotstand, die Lohneinbußen, etc. Aber ich denke es ist jetzt genug.
Nur wenn wir nicht mehr bereit sind die hohen Preise für Medikamente und überteuerte Therapeien zu zahlen, werden sich die Preise ändern. Das Zwangsversicherungssystem erlaubt es verschiedensten Anbietern im Gesundheitswesen sich zu bereichern. Für die hochqualifizierten Pflegekräfte die ausgebeutet werden gibt es keine Lobby. Sie steigen aus ihrem Beruf aus oder gehen ins Ausland. Das dürfen wir doch nicht mehr dulden?
Das Wetter ist gut und ich geh jetzt in die Sonne, eingecremt mit einem NoName-Präparat gegen den Sonnenbrand.
Viele Grüße
Mangwanani